Veteranencup 2009
Eines der besonderen Ereignisse im Deutschen
Retriever Club ist der alljährliche Veteranencup. Immer an
unterschiedlichen Standorten innerhalb Deutschlands ausgerichtet, ist
er der für viele der schönste aller Workingtests,
dürfen doch dort einmal die „alten
Herrschaften“ zeigen, dass sie noch lange nicht zum alten
Eisen gehören und immer noch mit ihren Führern ein
eingespieltes Team sind.
Die BZG Oberfranken ist als kleinste Bezirksgruppe
im DRC besonders
stolz darauf, den Veteranencup 2009 ausrichten zu dürfen.
Schon im Vorfeld hatte sich der Vorstand und die vielen Helfer
große Mühe gegeben. Es sei erwähnt, dass
nahezu die Hälfte der BZG Mitglieder bei diesem Event
beteiligt waren, ob als Helfer, Werfer, Schützen, beim
Catering oder beim Kuchenbacken, alle haben ihren Beitrag zum Gelingen
eingebracht und allen dafür ein ganz herzliches
Dankeschön! Ihr wart einfach toll! Außerdem seien
noch Dr. Andreas Sellmer erwähnt, der mit seinen
schönen Fotos eine bleibende Erinnerung für alle
Beteiligten schuf, trotz des schlechten Wetters und Dr. Elisabeth und
Hans Christoph, die uns bis zum Tag der Veranstaltung mit Rat und Tat
zur Seite standen. Vielen Dank auch hier!
Das Revier Altenhimmel - der Name allein war schon
ein gutes Omen -
wurde uns vom Bayerischen Staatsforst unter der Leitung der
Forstamtsdirektoren Frank Pirner und Hans Dierl zur Verfügung
gestellt, wofür wir uns ganz herzlich bedanken. Als Richter
waren Anja Helber und Detlef Henrich eingeladen, die mit ihrer fairen
Art, den spannenden Aufgaben und der nötigen Portion Humor und
Ruhe die Veranstaltung souverän richteten.
Nach der
Begrüßungsrede durch erste Vorsitzende Petra
Tischner, wurden die Teilnehmer und Gäste mit Sekt und
delikaten Brötchen bewirtet. Für einen feierlichen
Rahmen sorgte die Bläsergruppe der Pegnitzer
Jägervereinigung unter der Leitung von Loni Weidinger. Die
Darbietungen wurden von den Gästen mit großer
Begeisterung kommentiert: „Bei den
Hörnerklängen läuft mir immer ein freudiger
Schauer den Rücken hinunter!“ sagte die Richterin
Anja Helber.
Die Veteranen wurden in zwei Gruppen eingeteilt,
nach dem Kriterium vor
oder nach dem Jahr 2000 geboren. Entsprechend wurden die Distanzen
angepasst. Dabei sollten alle Hunde bestehen können,
für Fiepen oder Einspringen sollte es nur einen Punkteabzug
geben. Hier die Aufgaben in Einzelnen:
Aufgabe 1: Anja Helber
Zwei Gespanne standen auf einer Wiese. In ca. 50 m fiel geradeaus am
Waldrand eine Markierung und links ein Schuss. Der rechte Hund
arbeitete nach rechts im Altgras ein Blind, der linke Hund die
Markierung. Es fiel wieder vor uns eine Markierung und diesmal links
ein Schuss, der linke Hund arbeitete das Blind links und der zweite
Hund die Markierung. Da die scheinbar schöne Wiese voller
Disteln war, gestaltete sich der Rückweg der Hunde oft sehr
individuell, ausgenommen zwei megaschnelle Flats, die alles
überrannten.
Aufgabe 2: Detlef Henrich
Suche im Wald in dichtem Bewuchs mit zwei Gespannen. Zwei Treiber
gingen fast geräuschlos durchs Gelände und zwei Hunde
schauten staunend hinterher und waren völlig verwirrt, weil
NICHTS passierte. Im Wechsel wurden die Hunde zweimal zur Suche
geschickt, beim dritten Mal suchten beide gleichzeitig. Das
führte zu einem eindeutigen Fall von Mundraub - ein Hund fand
das Dummy, der Zweite griff es sich! Das Verfahren wurde aber wegen
Geringfügigkeit eingestellt.
Aufgabe 3: Anja Helber
Markierung mit Verleitung. Im Wald fiel ca. 25 m vor uns eine
Markierung. Auf dem Rückweg wurde quer über den Hund
nach links eine weitere Markierung geworfen. Auch dieses Dummy war zu
bringen, ob der Hund nun geschaut hatte oder nicht.
Aufgabe 4: Detlef
Henrich
Doppelmark im Wald, ca. 25 m, 90° Winkel. Das zuerst geworfene
Dummy musste zuerst geholt werden.
In der Mittagspause wurde heiße
Goulaschsuppe serviert und
die Kuchentafel eröffnet. Die bis dahin erreichten Punkte
wurden hochgerechnet und je nach bisherigem Ergebnis wurde zum
anschließenden Walk Up mit vier Gespannen eingeteilt. Je mehr
Punkte man bis dahin erreicht hatte, umso später kam man dran,
umso schwieriger wurde die Markierung und umso mehr Fallstellen hatten
die anderen Gespanne schon produziert.
Abends wurden im Suchenlokal „im
Gärtlein“
in Creußen die Siegertrophäen überreicht.
Die ganze Veranstaltung war durch besondere Umsicht der Teilnehmer in
Revier geprägt, jeder hatte sein Plastiksäckchen
für die Hinterlassenschaften der Hunde dabei und kein Hund
lief frei herum und störte den Ablauf oder die Pilzsucher und
Spaziergänger, die mit Neugier die Veranstaltung beobachteten.
Sogar der Wirt des „Gärtlein“ zollte den
übernachtenden Teilnehmern mit ihren Hunden großes
Lob, sehr gerne dürften diese Gäste wieder kommen!
Die ersten fünf Plätze des
Veteranencups 2009
belegten:
Erster Platz: Labrador Hündin
„Barnlight
Sappo“, 10 Jahre alt, mit Angelika Evans, mit 98 von 100
möglichen Punkten
Zweiter Platz: Flat Coated Hündin
„Everbalanced
Bribing Bricabrac“, 10 Jahr alt, mit Monika Bastian, 95
Punkte
Dritter Platz: Labrador Hündin
„All in All of
Lubberland“, 9 Jahre alt und an diesem Tag Geburtstag, mit
Edith Vetter, 95 Punkte
Vierter Platz: Labrador Hündin Come Fast
Gogo-Girl, Jahre alt,
mit Dr. Stefan Heilmann, 95 Punkte
Fünfter Platz: Labrador Hündin
Light and Shadows
Dianella, Jahre alt, mit Jörg Heppner, 91 Punkte
Die Rangfolge der Plätze zwei bis vier
erklärt sich
bei gleicher Punktezahl durch das Alter der Hunde.
Allen Siegern herzlichen Glückwunsch und allen teilnehmenden
Hunden noch viele schöne gesunde Jahre mit weiteren
Veteranencups!
Edith Vetter (Aufgabenbeschreibung)
Dr Andreas Sellmer (Fotos)
Petra Tischner (Text)
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