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Deutscher Retrieverclub e. V. - Landesgruppe Süd





IMPRESSUM 
 
 
 

Welpenspielstunde   Junghundeausbildung   Begleithundeausbildung   Dummyarbeit

Welpenspielstunde

In den ersten vier bis fünf Lebensmonaten befindet sich der Hund in einer sensiblen Phase, die sogenannte "Sozialisierungsphase". Er ist besonders aufnahmebereit für seine Umwelt. In dieser Zeit sollte der Hund grundlegende Erfahrungen sammeln.

Mit 8 bis 10 Wochen kommt der Welpe in seine neue Familie. Der gute Züchter hat bis dahin den Hund schon mit vielen Lebenssituationen vertraut gemacht. Nun geht die Lernphase beim Welpenkäufer weiter.

In der Welpenspielstunde, die wöchentlich von Elisabeth Baumann angeboten wird, lernen die Welpen den Umgang mit anderen Hunden. Im Spiel mit ihren Artgenossen können sie ein gutes Sozialverhalten entwickeln.

Die Welpen machen Bekanntschaft mit älteren Rüden, Hündinnen und anderen Menschen.
Knisternde Plastikfolien, verschiedene Untergründe, Alltagsgegenstände, verschiedene Geräusche, Treppen usw. werden für die Welpen mit ihrem neuen menschlichen Rudelführer zu kleinen Abenteuern.

Durch diese Entdeckungsreisen lernt der kleine Hund viele Umweltreize kennen und verliert so schnell die Angst vor der unbekannten Welt.

Auch die ersten Grundkommandos lernt der Hund im Welpenalter spielerisch. Die Gehorsamsübungen wie Sitz, Platz, Bleib, Komm etc. werden mit dem Belohnungsprinzip und ohne Zwang schon mal eingeübt.

Das Spielen animiert, aber auch die Lernstimmung in der Gruppe motiviert.

Natürlich ist auch die Ablenkung durch die anderen Hunde wichtig, um das Erlernte zu verfestigen.

Die frischen Hundebesitzer lernen ihren Welpen zu motivieren, ihm seine Grenzen aufzuzeigen und ihm die Angst vor Unbekanntem zu nehmen.





Junghundeausbildung

Nach der Welpenspielgruppe sollen nun die Erziehungsübungen intensiviert werden.
Aber auch das Spiel mit den Artgenossen bleibt weiterhin wichtig.

Um die 20. Woche wird es Zeit in den Junghundekurs zu wechseln.

Die Gruppe besteht aus nicht mehr als 8 Hunden, das ermöglich dem Hundetrainer individuell auf den einzelnen Hund einzugehen. Das Gelernte wird nun mit etwas mehr Nachdruck verfestigt.

Auch unter Ablenkung wird nun geübt, die Befehle genau und direkt auszuführen.




Begleithundeausbildung

In diesem Training werden der Hundeführer und sein Retriever auf die Begleithundeprüfung vorbereitet.

Platz und Bleib, Fuß gehen mit und ohne Leine, Kehrtwendungen, Sitz und Platz aus der Bewegung heraus, direktes Herankommen usw. gehören ebenfalls zu den wöchentlichen Übungen, wie korrektes Verhalten im Straßenverkehr.





Dummyarbeit

Bei der Dummyarbeit werden Hunde im Gelände zum waidgerechten Apportieren ausgebildet, wobei statt der angeschossenen oder toten Jagdbeute eine Attrappe (Dummy) verwendet wird. Ursprünglich wurde die Hunderasse Retriever für die Jagd auf Wasservögel zum Apportieren nach dem Schuss gezüchtet. Um bei der Hundeausbildung auf totes oder gar lebendes Wild verzichten zu können, wird mit sogenannten Dummy`s gearbeitet. Diese bestehen meist aus Segeltuch- bzw. Canvasstoff-Säckchen, die mit Kunststoffgranulat oder Sägemehl gefüllt sind. In der Zwischenzeit hat sich diese spezielle Art der Ausbildung zu einer eigenständigen Disziplin entwickelt, die zwar immer noch den Grundgedanken der Jagdausbildung verfolgt, aber von vielen aus rein sportlichen Gesichtspunkten betrieben wird. Durch wechselndes Gelände und unterschiedlichste Apportieraufgaben ist dies eine sehr anspruchsvolle, interessante und abwechslungsreiche Arbeit für den Hund, die ihn körperlich und geistig fordert. Das gute Zusammenspiel zwischen Hundeführer und Hund sind die Basis jeder erfolgreichen Dummyarbeit. Die gesamte Dummyarbeit baut auf den drei Grundpfeilern Markieren, Suchen und Einweisen auf.

- Markierung: geworfene Dummys im Wasser oder an Land, wobei die Fähigkeit des Hundes unter Beweis gestellt wird, sich die Fallstelle des geworfenen Dummys zu merken und auch von der Entfernung her gut einschätzen zu können.

- Suchen auch "Freiverlorensuche" genannt: Eine Vielzahl von Dummys werden auf einer großen Fläche ausgelegt und müssen vom Hund gesucht, gefunden und zurückgebracht werden.

- Einweisen: Beim Einweisen wird der Retriever auf Entfernung zu einem Dummy geschickt, dessen Fall- oder Liegestelle er nicht kennt. Das Einweisen setzt großes Vertrauen und sehr guten Gehorsam voraus.

Speziell für die Dummyarbeit gibt es neben den Dummyprüfungen A/F/O die vom DRC organisierten "Workingtests". Hier werden von den Richtern Aufgaben in verschiedenen Variationen frei zusammengestellt, die dann vom Hund und Führer zusammen erarbeitet werden müssen.







 

 
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